Yachtcharter weltweit, Chartertipps, Schiff in Marina

5 Chartertipps für einen besseren Törn – Teil 1

Man lernt ja bekanntlich nie aus… Egal wie oft man schon ein Schiff gechartert hat. In diesem Beitrag verraten wir die ersten fünf von zehn Chartertipps, die jeder bei seinem Yachtcharter Törn anwenden kann. Vielleicht kennt der Eine oder Andere von Ihnen einige der hier genannten Punkte – aber wer weiss – villeicht ist ja auch etwas neues für Sie dabei. Und wenn nicht, dann können Sie zumindest sicher sein, dass Sie bereits die wichtigsten Kniffe für einen unbeschwerten Törn im Petto haben. Wer übrigens keine Zeit zum Lesen hat, der kann sich diesen Beitrag auch gerne als als Audio Podcast für iTunes oder auch über Podcast.de für Android anhören. Oder aber hier direkt über Soundcloud:

Tipp 1 der Chartertipps: einen halben Tag dazugewinnen

Fangen wir zeitlich ganz vorne an. Nehmen wir mal an, Sie haben soeben Ihre Yacht und den Flug gebucht. Die voraussichtliche Ankunftszeit in der Marina ist bereits am Vormittag. Laut Vertrag können Sie Ihre Yacht aber erst ab 17:00 Uhr übernehmen. Natürlich können Sie in der Zeit bis zur Übernahme die jeweilige Stadt besichtigen, Essen gehen oder die Besorgungen für die Proviantierung machen. – Aber, Sie könnten auch alles im Vorfeld so organisieren, dass Sie im Besten Fall einen halben Tag dazugewinnen!

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Am Übergabetag müssen alle Yachten gecheckt und gereinigt werden.
Eine kurz Info reicht meist aus

Informieren Sie uns (oder eben die jeweilige Agentur, bei der Sie den Törn gebucht haben) bereits vor der Charter darüber, dass Sie schon am Vormittag an der Basis eintreffen werden. Am besten, Sie nennen einen genaue Uhrzeit. Ja, sie haben recht. Das reicht natürlich nicht. Sie werden jetzt sagen, dass die Basis diese Info doch ohnehin anfordert bzw. bei einem gebuchten Transfer vom Flughafen zur Marina ja auch bereits weiß, wann Sie genau ankommen, da man sie ja schließlich auch abholen muss.

Wenn wir wissen wann die Kunden jeweils anreisen, richten wir uns auch bei der Bereitstellung der Yachten danach. Dann müssen wir auch nicht alle Übergaben auf einmal anvisieren, sondern können besser planen.– Basemanager aus Kroatien

Informieren Sie uns als Agengur einfach, die Basis um einen sogenannten „early check in“ zu bitten, damit Sie ihre Yacht früher als vertraglich vereinbart übernehmen können. Es gibt sogar vereinzelte Vercharterer, bei denen man diesen Service für einen gewissen Aufpreis als Extra mit hinzubuchen kann. Informieren Sie sich darüber und entscheiden Sie in einem solchen Fall, ob Ihnen der frühe Check in die Mehrkosten wert ist.

Garantie gibt`s dafür keine – ist aber verständlich

Lassen Sie sich nicht beirren, wenn die Basis Ihre Anfrage über den gewünschten „early check in“ nicht bestätigen kann. Das ist ganz normal und auch nachvollziehbar. Die Yachten kehren im Regelfall schließlich erst am Tag vorher von der vorigen Charter zurück und die Crew verlässt die Yacht meist erst gegen 9:00 Uhr. Dann muss die Basis die Yacht schnellstmöglich auf etwaige Schäden und technische Mängel untersuchen und diese gegebenenfalls beheben – und das braucht Zeit. Schließlich wollen Sie eine Yacht, die auch in einwandfreien Zustand ist. Das ist weitaus wichtiger als ein früher Check in. Sollte die Yacht jedoch soweit in Ordnung sein und tatsächlich nur noch gereinigt werden müssen, so ist es auch für die Basis perfekt, wenn diese weiss, dass Sie früher als die Anderen Charterkunden die an diesem Tag Ihre Yacht übernehmen, einchecken wollen. Im Endeffekt hilft das auch der Basis, dass nicht alle Kunden auf einmal abzufertigen sind. Man wird also gerne versuchen, Ihre Yacht als eine der ersten Schiffe fertig zu bekommen – soweit das zumindest möglich ist. Wichtig ist wie gesagt nur, dass Sie nicht nur die Ankunftszeit weitergeben – Informieren Sie die Basis über uns darüber, dass Sie explizit einen früheren Check in begrüßen würden und sich freuen, wenn das klappt. In den meisten Fällen, werden Sie Ihre Yacht tatsächlich bereits zur Mittagszeit übernehmen können. Und sollte es in der Woche davor nicht verchartert sein, kann es sogar sein, dass Sie gleich am frühen Morgen auf Ihr Schiff können.

Dieser erste unserer Chartertipps, funktioniert noch besser, wenn Sie auch den zweiten Tipp beherzigen…

Tipp 2 der Chartertipps: Die Erstversorgung über eine Proviantliste

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Die Proviantierung. Macht Spaß – kann aber zumZeitfresser werden

Ich gebe zu, Proviant einkaufen beim Segeln ist schon etwas besonderes. Man geht in die Läden, kauft einheimische Produkte und entscheidet spontan im Laden, was in den ersten Tagen gekocht und zubereitet werden soll. Das macht Spass und stimmt einen schon mal richtig auf Urlaub ein. Aber – das kostet auch unglaublich viel Zeit. Wenn man am ersten Tag gegen Mittag ankommt und sich ohnenhin dazu entschlossen hat, erst am nächsten Tag auszulaufen, dann ist das sicherlich  kein Problem. Wenn man aber den ersten Tipp bereits angewandt hat und darauf hoffen darf, seinen Yacht tatsächlich gegen Mittag übernehmen zu können – der wird sich ärgern, dass er nun noch einen Großeinkauf machen muss, der Ihn wertvolle Stunden kostet. Unser Tipp: Fragen Sie uns im Vorfeld nach einer sogenannten „Proviantierungsliste“. Die meisten Vercharterer bieten für einen kleinen Aufpreis einen Einkaufsservice an. In der Regel erhalten sie dann eine Liste mit Lebensmitteln, auf der Sie dann kennzeichnen können, was Sie genau in welcher Menge haben möchten. Es reicht ja auch, wenn Sie hier eine erste Grundversorgung einkaufen lassen. Schließlich können Sie bei einem Ihrer nächsten Stopps meist erneut einkaufen – dann aber sicher unter entspannteren  Umständen.

Wenn Sie dann am Tag des Check in auf Ihre Yacht kommen, ist das Bier bereits kaltgestellt und die Lebensmittel stehen bereit. Dann müssen Sie tatsächlich nur noch den einchecken und können bereits am Tag Ihrer Anreise ablegen…

Tipp 3 der Chartertipps: Abends immer einen Platz am Steg bekommen

Sie kennen das Problem! Man hat einen tollen Segeltag und freut sich schon auf die Taverne mit eigenem Steg, bei der man am Abend anlegen und gemütlich Essen möchte. Man liegt am Mittag noch in einer schönen Bucht gemütlich vor Anker und fährt dann geben Abend zum ersehnten Ziel. Und dann ??? – der ganze Steg ist voll! Eine Yacht neben der Anderen und kein Platz mehr für das eigene Schiff. Das Ergebnis ist, dass man meist weiter draußen vor Anker liegt und dann mit dem Dinghy an den Strand muss, um in die Taverne zu kommen.

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Oft sind die schönen Liegeplätze schon belegt und man muss außerhalb ankern.

Klar – eine Alternative wäre zum Beispiel, wenn man bereits am Mittag sein Ziel anläuft. Dann bekommt man sicher einen Platz – aber man will ja nicht den ganzen in der Taverne verbringen.
Was kann man also tun, damit man trotzdem noch am Steg liegt obwohl man erst gegen Abend dort ankommt?

Machen Sie sich den Wirt zum Freund

Ganz einfach – Wenn Sie bereits mindestens einen Tag vorher wissen, wo Sie am nächsten Abend Essen gehen wollen – dann rufen Sie den Wirt an und informieren Sie Ihn darüber, dass Sie zu einer bestimmten Zeit mit Ihrer Yacht dort anlegen möchten um Essen zu gehen. Noch besser ist es, wenn Sie z.B. einen Einheimischen, Beispielsweise den Wirt des Vorabends oder den Basemanager während des Check in darum bitten, dort anzurufen. Das schlimmste was Ihnen passieren kann ist, dass der Wirt keine Reservierungen annimmt – Aber in der Regel, klappt das. Der Wirt wird also versuchen, Ihnen einen Plätzchen frei zu halten – schließlich hat der Basemanager oder eben ein anderer Wirt Ihm Kunden gebracht. Während Sie also dem der für Sie dort anruft die Möglichkeit verschaffen, eine Empfehlung auszusprechen, erhalten Sie im Gegenzug eine Platzreservierung und – Der Wirt wird Sie als empfohlenen Gast sicherlich besonders Willkommen heissen.

Mit der App zum Liegeplatz!
Mit My Sea einfach den Liegeplatz online reservieren

Geht das? – Und ob! Die App „My Sea“ ist im App Store sowohl für Android als auch für IOS verfügbar und bietet die Möglichkeit den Liegeplatz online über die Anwendung zu reservieren. Das geht nicht nur bei Marinas, sondern auch bei den meisten Restaruantstegen. Die App ist vor allem in Kroatien so gut aufgestellt, dass so gut wie jeder Liegeplatz online abrufbar ist. Ausserdem bietet die App noch eine Reihe weiterer Funktionen und ist somit ein „must have“ wenn man in den Revieren unterwegs ist, die auf My Sea gelistet sind. Das hat uns sogar so beeindruck, dass wir vor einiger Zeit einen eigenen Blogbeitrag über die App geschrieben haben – inklusive eine Videointerview mit Axel Düllberg, dem Gründer der App. Hier gehts zum Blogbeitrag.

Tipp 4 der Chartertipps: Keine Angst vor einbehaltener Kaution

Ein unangenehmer Moment beim Check out ist immer der, wenn der Taucher ins Wasser springt, um das Unterwasserschiff zu inspizieren. Obwohl man ganz sicher weiß, dann man keinen Schaden verursacht hat, kommt hier jeder Skipper ein wenig ins Schwitzen. Was, wenn der Taucher sagt, dass da nun doch ein Schaden ist und man einem die Kaution einbehält?

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Ein Blick unter Wasser bringt Sicherheit. Ist das Schiff beschädigt?

Der einfachste Weg, sich hier sicher zu fühlen ist der, sich selbst zu Beginn und am Ende eines Törns vom Zustand des Unterwasserschiffes zu überzeugen.

Wir checken gleich in der ersten und letzten Bucht das Unterwasserschiff. So wissen wir gleich, ob alles in Ordnung ist.– Josef B. | Charterkunde

Fragen Sie beim Check in, ob es ein aktuells Bild des Unterwasserschiffes Ihrer gecharterten Yacht gibt. Also eins, welches am vorigen Tag aufgenommen wurde, nachdem die vorige Crew eingetroffen ist. In der Regel wird man dies verneinen, da die Taucher leider oft nur dann Bilder schießen, wenn ein Schaden zu sehen ist. Egal – informieren Sie die Basis, dass Sie gleich in der ersten Bucht selbst ein Foto oder einen Film des Unterwasserschiffes machen werden. Eine Unterwasserkamera kostet heute nicht mehr viel und meist hat einer der Crew ohnehin eine dabei. Wichtig ist nur, dass man das Bild irgendwie mit einem Datum und Zeit versehen kann und im besten Fall umgehend an die Basis per Mail schickt – nur so als Info. Am letzten Tag, in der letzten Bucht – machen Sie erneut Aufnahmen des Unterwasserschiffes. Dann wissen Sie wirklich ob Sie einen Schaden verursacht  haben oder nicht.

Wer hat Recht?
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Mit gutem Gefühl von Bord gehen.

Ich betone das deshalb, da es schon oft den Fall gab, dass die Crew sich sicher war, dass sie keinen Schaden verursacht hat. Die Bilder der Basis dies aber wiederlegen konnten. Bei einer mir bekannten Crew stellte sich heraus, dass der Schaden sich ereignete, als die Besatzung Abends vor Anker lag und gemeinsam an Land zum Essen ging. Der Anker löste sich nur um ein paar Meter – die Yacht versetzte ihre Position und stieß immer wieder an einen kleinen Unterwasserfelsen. Als der Wind später einschlief und die Crew auf das Schiff kam, war die Ankerkette nicht mehr auf Spannung und die Yacht war von der Position her wieder ein paar Meter von dem Felsen entfernt. Die Crew merkte also nichts von dem Schaden und fuhr weiter. Beim Check out gab es dann natürlich ein großes Theater. Schließlich war man sich sicher, dass man keinen Schaden verursacht hätte. Erst die Bilder und Zeugenaussagen einer Besatzung, welche in der besagten Bucht ebenfalls ankerte und das ständige Aufschlagen der Yacht beobachtet hatte, konnten die Crew schließlich überzeugen.

Mit nur zwei Bildern, können Sie sich zumindest sicher sein, dass Sie wissen, wie es um Ihr Unterwasserschiff steht. Und übrignes: So eine kleine Unterwasserkamera mach nicht nur schöne Aufnahmen vom Unterwasserschiff. Sehen Sie sich unser Videotörntagebuch an, welches wir mit so einer Kamera gedreht haben.

Tipp 5 der Chartertipps: nicht jede Taucherbrille passt

Als Skipper kann es immer mal vorkommen, daß man unter das Schiff tauchen muss. Ob das nun zur Aunfahme von Bildern nötig ist, wie im vorigen Tipp beschrieben, oder zur Kontrolle der Schraube oder vielleicht einfach nur zur Sichtung des Ankers. Die Ausrüstungslisten der Yachten enthalten oft auch „Taucherbrille und Flossen“.
Hatten Sie schon mal eine Taucherbrille an, die Ihnen nicht gepasst hat? Oder eine, bei der das Gummi so hart war, dass Sie bereits beim Anlegen Kopfschmerzen bekommen haben?

©-Jag_cz, Yachtcharter Seychchellen, Schnorcheln Seychellen, Chartertipps
Nur wer eine gute Taucherbrille hat, kann auch die Unterwasserwelt genießen!

Tun Sie sich einen Gefallen und nehmen Sie IMMER eine passende, eigene Taucherbrille mit. Als Skipper ist es wichtig auch mal die Möglichkeit zu haben unter Wasser nach dem Rechten zu schauen. Mit einer schlechten Brille – macht das keinen Spaß. Wer sich noch für weitere Tipps zum Thema „Packen für den Törn“ interessiert, kanns ich auf unserem eigens hierfür geschriebenen Blogbeitrag dafür informieren.

Das war`s mit dem ersten Teil unserer Reihe „Chartertipps für einen besseren Yachtcharter Törn“. In der nächsten Folge verraten wir unter Anderem, wie man die Wartezeiten an der Tankstelle am Ende des Törns vermeidet, wie man immer zu Insiderwissen über das Revier kommt oder welche Stromspartricks es gibt.

Buchen Sie Ihre nächste Charter  – Wir beraten Sie!

Für Ihre nächste Törnplanung steht Ihnen unsere Crew mit langjähringer Erfahrung beratend zur Seite. Senden Sie uns Ihre Charteranfrage und lassen Sie sich unverbindlich, die für Sie passenden Yachten von uns anbieten. Sie erreichen uns per E-mail, telefonisch unter +49 – 931 30 699 04 0 oder auch gerne persönlich im Büro in Würzburg

Zur YACHTSUCHE

In diesem Sinne – viel Spass bei der nächsten Törnplanung!

Ihre CHARTERBAR Yachting Crew

 

 

Bildnachweis: Bild mit Schildkröte: ©-Jag_cz

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