Segeln mit Kindern

Leidenschaftliche Chartersegler, die eines Tages zu Eltern werden, bekommen es spätestens nach dem zweiten Sommer ohne Yachturlaub, mit der Angst zu tun. „O Jeh… Wann komme ich bloß wieder aufs Wasser? Oder können wir das Kind schon mit zum Segeln nehmen? Wann ist es alt genug? Wird es Spass haben oder sich den ganzen Tag langweilen? Ist Segeln mit Kindern überhaupt möglich?

Relaxt an Deck – aber immer unter Aufsicht


Selbstverständlich! Wie schade, wenn aufgrund solcher negativen Vorstellungen, die Zeit auf dem Wasser „ins Wasser fällt“!

Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage der Sicherheit. In erster Linie gilt, dass man als gesamte Crew die Verantwortung für ein Kind an Bord trägt. Das ist die Voraussetzung für einen sicheren Törn mit Kindern. Sobald die Kinder laufen können und sich frei an Deck bewegen, ist es natürlich auch ratsam, eine Schwimmweste anzulegen. Wenn man zusammen mit dem Kind im Cockpit sitzt, kann man sicher auch mal für eine gewisse Zeit auf die Weste verzichten. Sie müssen die Kinderschwimmweste übrigens nicht zwingend selbst kaufen. Es ist meist immer möglich bei dem Vercharterer eine Kinderschwimmweste zu bestellen. Als Ihre Charteragentur kümmern wir uns gerne um die Bestellung. Alles was hierzu benötigt wird ist das Alter und vor allem das Gewicht des Kindes.

Ich hatte keine Angst auf dem Wasser.– Emilia 9 Jahre

 

Ich höre oft die Aussage, dass das eigene Kind leider noch nicht so gut schwimmen könne – daher wolle man noch mit dem ersten Törn warten. Ich denke, dass das der falsche Ansatz ist. Gerade beim Segeln wird Ihr Kind schneller das schwimmen lernen bzw. sich bald sicherer im Wasser bewegen, als wenn Sie einen Landurlaub machen.

Dennoch – Segeln mit Kindern ist aus meiner Sicht nicht gefährlicher als ein anderer Urlaub. Im Gegenteil. Auf der Yacht haben Sie Ihr Kind immer um sich herum – sie sind immer in Reichweite und können Gefahren allein schon deshalb im Vorfeld bannen, weil sich alles vor Ihrer Nase abspielt.

Das Wichtigste ist Spaß

Das Wichtigste bei einem Törn mit Kindern ist aber sicherlich der Spass! Und damit meine ich nicht nur den Spass, den das Kind haben soll. Allerdings ist der Spass der Erwachsenen unweigerlich von dem der Kinder abhängig – glauben Sie mir. Ich weiss wo von ich spreche. Erst wenn das Kind an Bord Spass hat, dann können auch die Erwachsenen den Törn genießen.

Wahrscheinlich denken Sie jetzt, dass ich Ihnen rate, die ganze Zeit mit den Kids zu spielen. Erst fünf Runden Uno oder Mau Mau, dann am besten noch als Pirat verkleiden und sich beim Einlaufen an einen Steg fühlen, als wäre man auf einem Faschingswagen…

Keine Sorge – das würde Ihren Kindern zwar gefallen – ist aber gar nicht nötig. Aber dennoch – so ein gemeinsames Kartenspiel ist meist nicht nur für die Kids eine schöne Abwechslung. Wann hat man denn schon mal Zeit, sich ausschließlich mit seinen Liebsten zu beschäftigen? Wir Eltern sind viel zu oft im Stress und haben für unsere Kinder oft nicht die Zeit, die wir uns nehmen sollten.

Die Bucht – besser als jedes Freibad

Segeln mit Kinder heißt: „Die Kids mit einbinden“

Dennoch – man muss mit den Kindern nicht den ganzen Tag spielen. Mein Tip ist: binden Sie die Kindern aktiv in die Crew mit ein. Zeigen Sie Ihnen, wie der Autopilot funktioniert und was sich auf dem Kartenplotter abspielt. Die Kinder werden mit Lust und Energie an die Arbeit gehen, Ausschau mit dem Fernglas halten oder auf Kommando den Autopilot bedienen um den Kurs um 5Grad nach Steuerbord zu korrigieren. Und natürlich macht es Spass, wenn die Piratenflagge gehisst wird und wenn man mit Dinghy auf eine einsame Insel fährt, um diese zu erkunden. Anfangs habe ich  mir mit solchen Rollenspiele offen gesagt schwer getan – aber mal ehrlich – irgendwie macht es auch uns Erwachsenen Spass mal wieder Kind sein zu dürfen und sich mit Wasserspritzpistolen zu jagen. Und – wenn man das zusammen mit einem Kind macht,    dann muss man sich ja auch nicht schämen 🙂
Wasserspritzpistole, Piratenflagge, Gesellschaftsspiele und ein gutes Fernglas sollten Sie aber in jedem Fall mal mitnehmen.

Die Zeit mit den Liebsten genießen

Und das schönste ist, dass Sie die gemeinsame Zeit auf dem Engen Raum genießen werden. Schließlich sind es Ihre Liebsten, die sie hier bei sich haben.

Am Ende ist und bleibt es natürlich ein Experiment. Meine Frau und ich haben zum Beispiel den ersten Törn mit unserer Tochter so gebucht, dass wir damals nur vier Tage auf dem Schiff waren. Einfach mal um es zu testen und zu sehen, ob und wie das funktioniert. Außerdem sollte man sich natürlich auch ein Revier mit vielen Bademöglichkeiten und vor allem kurzen Distanzen aussuchen. Wenn man den törn so plant, dass man vor Ort flexibel agieren kann – dann ist das schon viel Wert. Allen,  die Kinder haben und Segler sind kann ich nur empfehlen, dieses Erlebnis mit den Kleinen zu teilen. Sie werden es sicher nicht bereuen…

Der Blogbeitrag inklusive Interview mit der 9-jährigen Emilia als Hörbuchversion

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