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Chartertipps für einen besseren Törn – Tipp 6-10

In diesem Beitrag führen wir unsere insgesamt 10 Chartertipps für einen besseren Törn fort. In den ersten fünf Tipps ging es unter anderem daraum, wie man einen halben Tag dazugewinnen kann, wie man an Insiderinfos kommt oder wie man sicherstellt, dass man am Abend noch einen Platz am Steg bekommt ohne mittags schon dort sein zu müssen. Die Liste führen wir in diesem Artikel mit weiteren 5 Chartertipps weiter. Wer übrigens keine Zeit zum Lesen hat, der kann sich diesen Beitrag auch gerne als als Audio Podcast für iTunes oder auch über Podcast.de für Android anhören. Oder aber hier direkt über Soundcloud:

 

Tipp 6 der Chartertipps: Sie wollen zurück in die Basis und an der Tankstelle stehen zig Yachten an

Der Horror! – Ihr letzter Tag auf dem Wasser neigt sich dem Ende zu und sie sind auf dem Weg zurück in die Basis. Vorher noch schnell tanken….
O je – Mit „schnell“ tanken wird das wohl nix! An der Tankstelle stehen über 10 Yachten an. Ständiges vor und zurück – Bugstrahlruder steuerbordschub und backbordschub sind nötig um so gut wie möglich auf der Stelle zu bleiben und um nicht gegen die anderen Yachten zu dotzen… Eine Katastrophe. Ich selbst hatte das vor Zwei Jahren in Marmaris. Da kam dann auch noch hinzu, dass ich anschließend noch zur Abpumpstation musste.

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Warum nicht lieber noch in der Bucht liegen, während sich andere an der Tankstelle drängeln
Bauen Sie einen Zwischenstopp in der Marina ein

Die Lösung ist eigentlich ganz einfach. Meistens ist der Törn so geplant, dass man bereits zur Mittagszeit an der Basis sein KÖNNTE. Natürlich will man den letzten Tag noch genießen und erst gegen 17:00 Uhr in die Marina einlaufen. Aber – man kann bereits Vormittags oder Mittags nur zum Tanken in die Marina fahren. Anschließend kehrt man um und läuft in die nächste Bucht ein. Diese sollte natürlich tatsächlich in nächster Nähe sein, damit nicht unnötig Sprit verbraucht wird. Wenn Sie also bereits vor dem Ansturm tanken gehen, stehen sie sicher nicht an. Anschließend genießen Sie Ihren letzten Badestopp und fahren dann pünktlich zum gewünschten Zeitpunkt in die Marina ein – Vorbei an dem Pulk von wartenden Yachten, die an der Tankstelle anstehen.

 

Tipp 7 der Chartertipps: Stromsparen – das leidige Thema

Strom ist an Bord mit das wichtigste Gut… Der Skipper achtet ständig auf den Ladezustand der Batterien und wenn die Maschine nur selten läuft, weil man die meiste Zeit unter Segeln unterwegs ist, werden die Batterien auch nur wenig geladen. Man sagt ja, dass man zumindest täglich um die drei Stunden die Maschine laufen lassen sollte um die Batterien zu laden. Besser ist es aber, wenn man die Stromfresser etwas unter Kontrolle bekommt.

Der Kühlschrank

Der Kühlschrank ist das beste Beispiel. Der wichtigste Punkt ist hier, dass man möglichst auschließlich bereits gekühlte Ware in den Kühlschrank legen sollte. Dann müssen die Lebensmittel nicht erst mühselig durch den Bordkühschrank gekühlt werden. Es hilft auch ein Eisblock, den man in die Kühlbox im Cockpit legen kann, welche in den meisten Yachten vorhanden ist. Nachts kann der Kühlschrank dann getrost ausgeschaltet bleiben.

© Nejron Photo, Yachtcharter weltweit, Kochen an Bord
Kühle Getränke und gute Musik an Bord. Luxus, für den man Strom benötigt.
Alternative Stromspender

Als zweiten wichtigen Punkt sollte man alternative Quellen nutzen um die Bordbatterie zu schonen. Für Musik an Bord bieten sich z.B. Bluetooth Boxen an, die sich mit dem Handy verbinden und einen satten Sound haben. Der Player an Bord kann somit ausgeschaltet bleiben und das Beste ist, dass man die Boxen z.B. auch mit nach vorne an Deck nehmen kann. – Oder sogar mit an den Strand. Die Lautsprecher gibt es in allen Größen und Preisklassen und sogar Wasserfest.

Auch mit alternativen Lichtquellen kann man die Batterie entlasten. Meist haben die Yachten eine Campingleuchte mit an Bord. Das können Sie im Vorfeld über Ihre Agentur auch in Erfahrung bringen. Falls keine alternative Lichtquelle an Bord vorhanden ist, würde ich ein mitnehmen. Und Falls Sie keine haben, fragen Sie mal in Ihrem Freundeskreis nach – irgendjemand hat immer eine Campingleuchte, die er Ihnen sicher mal für den Törn leiht.
Ach ja – noch etwas, auch wenn es die meisten wissen. Wenn die Ankerwinsch betätigt wird, geht das richtig auf die Batterieleistung. Hier gilt – Motor an und im Leerlauf auf ca.: 1800 Umdrehungen gehen. Dann können Sie sicher sein, dass die Winsch die Batterie nicht leersaugt.

 

Tipp 8 der Chartertipps: Wie ist die Yacht wirklich ausgestattet?

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Screenshot charterbar-yachting.de – eine Ausrüstungsliste

Nun, in der Regel ist die Yacht genau so ausgestattet, wie es in der Ausrüstungsliste aufgeführt ist. Es ist zwar selten aber möglich, dass eine Liste auch mal einen Fehler enthält. Oder dass das dort aufgeführte Bugstrahlruder aufgrund eines Schadens ausgebaut wurde und der Eigner dieses erst in der kommenden Saison wieder einbauen lassen möchte. Das sind Ausnahmen – aber sie kommen vor. Daher sind diese Listen auch immer „unter Vorbehalt“.

Gehen Sie auf Nummer sicher!

Was aber, wenn ich auf ein bestimmtes Ausrüstungsmerkmal angewiesen bin. Ich kenne zum Beispiel einen Segler, der an einer sogenannten Schlafapnoe leidet. Er muss nachts immer an einem Beatmungsgerät angeschlossen sein, welches Strom benötigt. Daher chartert er immer nur Yachten mit einem Generator – einfach um sicher zu gehen, dass er immer Strom hat. Wenn er nun bei der Übernahme erfahren würde, dass die Yacht aufgrund eines Fehlers in der Ausstattungsliste eigentlich gar keinen Generator hat, – dann wäre das fatal. Da bringt es ihm auch nichts, wenn er hier aus Kulanz ein paar Euro von der Basis zurückbekommen würde. In solchen Fällen bietet es sich an, sich das Ausrüstungsmerkmal im Vorfeld über uns rückbestätigen zu lassen. Die Basis wird somit von uns konkret bezüglich dieses Ausrüstungsmerkmals gefragt und kann dann bestätigen, dass dieses auch tatsächlich vorhanden ist. Man sollte das nicht übertreiben und jedes Merkmal rückbestätigen lassen aber für solche wichtigen Fälle bietet es sich an, auf Nummer sicher zu gehen. Die Agentur würde die Basis in diesem Beispiel auch bewusst über den Grund der Notwendigkeit für den Generator informieren. Dann weiß diese auch über die Relevanz Bescheid und wird alles nötige dafür tun, dass Sie auch im Falle eines kurzfristigen Ausfalls des Generators eine adäquate Alternative erhalten.

Tipp 9 der Chartertipps: Insiderwissen der Basis nutzen

Die Törnplanung ist mit eines der schönsten Beschäftigungen die es gibt. Man besorgt sich Revierhandbücher, sieht sich die Seekarten an und steckt die möglichen Törns ab, die man in der gegebenen Zeit abfahren könnte. Wenn man das Revier bereits gut kennt, ist das auch kein Problem und man weiß ganz genau, wo es hingehen soll. Wenn man aber zum ersten Mal in dem besagten Revier unterwegs ist, wird es da schon kniffeliger.

(c)dell, Yachtcharter, segeln für alle, Yachten in der Bucht
Der Basisleiter kennt meist auch die abgelegensten Ecken.

Welche Bucht ist wirklich schöner als die Andre? Und sollte man sich nachts in diese Marina legen oder doch lieber in den Stadthafen gehen? Gibt es vielleicht ein paar Tavernen, die in den gängigen Hafenhandbüchern nicht zu finden sind und als Geheimtipp gehandelt werden?

Ich kenne das Revier wie meine Westentasche. Natürlich teile ich mein Wissen gerne mit den Kunden.– Luka B. | Basemanager

Der Basemanager verrät die Insider Infos
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Der Basemanager beim briefing

Aber wenn Sie wirklich die besten Spots kennen lernen wollen, sollten Sie beim Check in den Basismitarbeiter darum bitte, mit Ihnen die schönsten und sehenswertesten Plätze auf der Karte durchzugehen. Wichtig ist hier vor allem, dass sie Ihn darüber informieren, was sie sich von einem schönen Törn erhoffen. Stehen Sie auf Übernachtungen in Häfen oder wollen sie in einsame Buchten? Wollen sie öfter essen gehen oder kochen sie selbst? Der Basismitarbeiter hat nicht nur die besten Locations für Sie parat – er wird auch über aktuelle Infos Bescheid wissen und Ihnen eventuell Tipps geben können, die Sie definitiv in keinem Handbuch finden können. Mit diesem Wissen können Sie dann Ihren bis dato geplanten Törn noch mal anpassen und somit die für Sie beste Route absegeln.

 

Tipp 10 der Chartertipps: lassen Sie sich helfen

Der letzte Tipp hört sich sehr einfach an. Er ist auch simpel aber er wird leider viel zu selten angewandt obwohl er doch so essentiell in meinen Augen ist. Ich selbst beherzige Ihn seit ich segeln kann. Nehmen und fordern Sie Hilfe an, und das nicht nur in Situationen, wenn es nötig ist.

Wenn ich an einem Steg anlegen möchte, suche ich sofort Augenkontakt zu dem Schiff nebenan und den Leuten am Steg. Ich bitte z.B. darum, dass man uns die Leinen bitte abnehmen soll. Wenn ich in eine Marina einfahre, bitte ich um ein Beiboot, dass uns dabei hilft, in die zugewiesene Lücke zu kommen. Diese Hilfe gibt einem nicht nur Sicherheit, sie kann bei einem unvorhergesehenen Vorfall auch der Grund dafür sein, dass am Ende doch alles gut geht. Man sollte sich nicht dafür schämen, Hilfe anzufordern – auch wenn es sich lediglich um ein Anlegemanöver handelt. Im Gegenzug sollte man seine Hilfe auch immer anbieten, sobald dies möglich ist. Der andere Skipper wird es einem Danken. Und auf diesem Weg sind wir alle wenn auch nur ein wenig – sicherer unterwegs.

©-oneinchpunch, Yachtcharter weltweit, Kochen an Bord
Genießen Sie Ihren Törn!

 

Ich hoffe sehr, dass Sie den einen oder anderen Tipp für sich nutzen können und dass sich Ihr nächster Törn dadurch noch ein wenig einfacher gestaltet.

Buchen Sie Ihre nächste Charter  – Wir beraten Sie!

Für Ihre nächste Törnplanung steht Ihnen unsere Crew mit langjähringer Erfahrung beratend zur Seite. Senden Sie uns Ihre Charteranfrage und lassen Sie sich unverbindlich, die für Sie passenden Yachten von uns anbieten. Sie erreichen uns per E-mail, telefonisch unter +49 – 931 30 699 04 0 oder auch gerne persönlich im Büro in Würzburg

Zur YACHTSUCHE

In diesem Sinne – viel Spass bei der nächsten Törnplanung!

Ihre CHARTERBAR Yachting Crew

 

 

Bildnachweis: Bild mit Schildkröte: ©-Jag_cz

6 Kommentare

  1. Lieber Jonas,

    vielen Dank für die vielen tollen Tipps – jetzt bin ich gerüstet … falls ich bald einmal die Gelegenheit bekomme selbst dabei zu sein. Ein informativer und gut aufgebauter Beitrag!

    Danke und liebe Grüße
    Verena

  2. Puh da muss man ja doch einiges beachten.
    Hätte ich wirklich nicht gedacht, aber sehr cool wie du dich damit auskennst.
    Am besten gefällt mir übrigens der letzte Tipp, einfach weil er auf alle Lebenslagen anzuwenden ist und so viel mehr Beachtung finden sollte.

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

    1. Hallo Anni,
      danke für Deinen Kommentar. Und Du hast vollkommen Recht! Der letzte Kommentar ist eingentlich eine kleine Lebensweisheit und man kann und sollte diese wirklich in vielen Lebenslagen beherzigen.
      Viele Grüße
      Ümit

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